Rassebeschreibung

Der Tibet Terrier

handlich kompakt ist sein Größe, wuschelig und drollig das Aussehen, entschlossen und frech wie Rotz ist sein Blick.

Vor mir liegend, mit hochgerecktem Hintern. Zwei dunkle Augen, irgendwo im wilden Haargewusel, mich fixierend und die Rute wie ein Propeller in Bewegung, so das der ganze Hund bebt. Das ist mein Tibet Terrier!

Ein lebendiger, fröhlicher Charakterhund mit uralter Geschichte, die schnell und oft erzählt ist und manchen Tibet- Terrier- Freund schon bis in die Klöster Tibets reisen ließ, um das Land und die Leute zu sehen, aus dem sie…. ja, entsprungen sind.

Kaum ein anderer Hund mit dieser positiven Energie, diesem Einfühlungsvermögen zu aktuellen Stimmung um ihn herum und der Begabung, seinem Menschen in dunkelsten Stunden, doch ein Lächeln abzuringen. Nichts an ihm ist mystisch, nichts ist ihm heilig. Dennoch ist sein Karma enorm.


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Mit den Nomaden sind sie in ihrem Ursprungsland durch Steppen und Berge gewandert. Haben in und um die Zelte gesichert und geschützt, sicherlich die Kinder gewärmt, die Ratten gejagt und als Alarmanlage einen guten Job gemacht. Und wenn es an der Zeit war, die Lamas und Yaks zu scheren, dann hat bestimmt der ein oder andere Tibet Terrier seinen “Short Cut” bekommen, und das Herrchen neue Puschen.

Sie waren und sind noch heute, treue und nützliche Begleiter der tibetischen Leute und bieten ihren Seelen eine letzte Wohnstätte, sagt man. Das mag auch ein Grund sein, warum ein Tibeter seinen Hund niemals verkaufte.  Einen Tibet Terrier musste man sich verdienen, ihn sich schenken lassen und allein dies, ist schon ein sehr schöner Gedanke.  Für die Freundschaft dieses Hundes muss man auch heute noch ein bisschen mehr tun, als nur Gassi gehen oder füttern.

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Die Tibet Terrier haben ihre Berechtigung gefunden und wurden durch die Menschen gefördert, wie fast alle ursprünglichen Rassen, wenn sie sich als nützlich erwiesen. Die Abgeschiedenheit mancher Gegenden und das Klima in Tibet hat ihnen das typische Aussehen gegeben und sollte sich hier und da wirklich ein Kloster mit Hundezucht die Zeit vertrieben haben, dann haben sie das richtig gut gemacht.  Sicherlich jedoch mit anderen Schwerpunkten, als der moderne Züchter das heute in Europa oder im Rest der Welt tut.

Dieser wuschlige Hund kam im alltäglichen Leben einfach überall mit. In die Berge, in die Steppe, in die Dörfer oder Klöster. Ein vielseitiger Freund, der sich anpassen kann und durch seine Größe nicht sonderlich anspruchsvoll und doch von großem Nutzen ist.

Seine Pfoten kann er heute noch weiter spreizen als viele andere Hunde, das macht ihn wendig auf Hügeln, Steinen und Bergen und Wiesen und ist sicherlich mit ein Grund, warum es immer wieder der Tibet Terrier ist, der sich auf der Hundewiese gern jagen lässt, aber nie gefangen werden kann.

Noch heute profitiert der Tibi überall auf der Welt von den Genen seiner Ahnen und hat doch Tibet nie gesehen. An den moderen Hund werden heute ganz andere, jedoch nicht weniger anspruchsvolle Aufgaben herangetragen und immer geht er selbstbewußt und offen an sie heran.

Ein Tibet Terrier hat auch nichts dagegen mal ein Wochenende auf der Couch zu verbringen und die 4 Pfoten in die Luft zu strecken. Dann aber solltest du mit einem Plan kommen, was es zu tun gibt für Euch. Agility! Spazieren gehen! Schwimmen! Garten umgraben! Schätze suchen! Freunde besuchen! Fußball spielen! Hundeschule! Rad fahren! Alles ist möglich.

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